Wandern in den nordspanischen Picos
 
 
 
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Buchtipp
 
 

Picos de Europa - Touren '98 / '99 - Bergtouren in Kantabrien und Asturien

 
05.04.1999: Winterbiwak - Nacht im Hotel der 1000 Sterne
Im Alleingang durch das östliche Massiv der Picos de Europa

Am 5. April machte ich mich mittags von Santander in Richtung Picos de Europa auf, um in den Bergen zu biwakieren. In Cabezón de la Sal habe ich ein zwei französische Anhalter mitgenommen, die ebenfalls in Richtung Picos unterwegs waren. Sie wollten eigentlich nach Potes, entschieden sich nach meinen Erzählungen aber, auch nach Sotres ins östliche Massiv aufzusteigen. Wir marschierten eine Weile gemeinsam ins Valle del Duje (Duje - Tal), bevor ich mich dann in die alpine Bergwelt verabschiedete. Wir hatten eine herrliche Unterhaltung auf Spanisch. Wir trennten uns um 19 Uhr als ich in den Kanal "Jidiellu" einstieg, um dort einen geeigneten Biwakplatz in der Nähe der Scharte zu suchen. Um 21 Uhr befand ich mich bereits auf der Höhe von 1700 m und hatte bereits 900 Höhenmeter überwunden. Plötzlich war es dunkel und ich hatte noch immer keinen einigermaßen ebenen Schlafplatz gefunden. Ich stieg noch kurz weiter auf und entdeckte einen Felsen zwischen zwei Schneefeldern, wo ich mich provisorisch für eine Nacht einklemmen konnte, ohne schlafend abzustürzen. Einige Minuten später lag ich bereits im Schlafsack, betrachtete die Sterne und verfolgte mit meinen Blicken vorbeifliegende Flugzeuge. Ich war völlig am Ende und wollte nur noch schlafen.

Letztendlich schlief ich eher mäßig  und packte bereits meine Sachen, als der erste Sonnenstrahl die Berge zum Leuchten brachte. In der Morgendämmerung stieg ich weitere 300 Höhenmeter bis zur Scharte "Valdominguero" auf, wo noch immer sehr viel Schnee lag. Der Aufstieg war sehr anstrengend und kostete mich viel Kraft im Tiefschnee und im steilen Gelände. Auf der Scharte frühstückte ich eine Stunde lang und schaute mich ein bißchen mit meinen Schneeschuhen um. Den Abstieg realisierte ich via "Pozo de Ándara" zur Schutzhütte "Casetón de Ándara". Ich schlug diese Route ein, um bei der Schutzhütte meine Wasserflaschen aufzufüllen. Unterwegs reduzierte sich die Sicht drastisch, so daß ich öfters anhalten mußte, da man nicht einmal die Spuren eines Alpinisten sah, der einige Tage zuvor diese Route eingeschlagen hatte. In der Hütte trug mich kurz ins Hüttenbuch ein und stieg über den "Pica de Fuente Soles" nach Sotres ab.

Es war ein unglaubliches Abenteuer und ich hatte eine tolle Zeit. Hatte kurz etwas Angst, als ich in der Dunkel- heit noch keinen Biwakplatz gefunden hatte, aber dieses Erlebnis hat die Tour noch interessanter gemacht ...

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Zwei Franzosen, die ich nach Sotres mitnahm

Abendstimmung beim Aufstieg

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Abendrot, Blick von meinem Biwakplatz

Eingekeilt hinter diesem Fels die Nacht verbracht

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Canalón del Jidiellu - Blick nach "Vegas de Sotres"

Morgenrot - Die Gipfel leuchten

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Beim Auftstieg zur Scharte nach Sonnenaufgang

Pause und Frühstück auf der Scharte

 

 

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Wetterwechsel - Nebel zieht auf

Meine Ausrüstung, Casetón de Ándara

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Welch Anblick zwischen all dem Schnee

Sotres, Blick von "Pica de Fuente Soles"

 

 

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Der Nebel sieht aus wie ein Watteteppich

Meine "Freunde", die Bergziegen

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Viele Hütten verfallen langsam

Hütten oberhalb von Sotres

 
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Picos de Europa / Nordspanien - Wandern in Kantabrien, Asturien und León
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