28.03.1999: Winter-Abenteuer
in Schneewüste Spaniens
Wanderung
mit Christian Heitmann in den Picos de Europa
|
|
|
Während meines Studienaufenthaltes
in Santander / Kantabrien bekam ich Besuch vom Freund und
Studien- kollegen Christian Heitmann. Der Höhepunkt
seines Aufenthaltes war zweifellos
das Winter - Abenteuer in den Picos de Europa. Christian
hatte ich am Malaca
Instituto in Málaga / Andalusien an der Costa del
Sol während
meines ersten längeren Spanienaufenthalts kennengelernt.
Christian,
ein sportlicher Zeitgenosse, hatte zuvor noch nie eine
Wanderung in alpiner Umgebung unter- nommen und hatte
große
Lust, in die Bergsport-Szene eingeführt zu werden.
Bei der Abfahrt in Santander am 26. März 1999 regnete
es in der Haupstadt Kantabriens und wir beteten die
ganze Fahrt für besseres
Wetter. Bei der Ankunft am Parkplatz zwischen Sotres
und Tresviso (östliches Massiv der Picos de Europa)
verblüffte
uns der Anblick völlig.
Blauer Himmel und 30 cm Neuschnee begrüßten uns. Nur
auf Grund des Schneepflugs konnten wir überhaupt bis
zum Parkplatz vordringen. |
|
|
 |
 |
| Christian
auf dem Weg zur Schutzhütte |
Jochen,...und
viel, viel Schnee... |
|
|
 |
 |
| Die
Schutzhütte "Casetón de Ándara" |
Pause:
Christian im Aufenthaltsraum der Hütte |
|
|
| Nach
ungefähr
2 Stunden Kampf mit dem Schnee kamen wir an der Schutzhütte "Casetón
de Ándara" an, wo wir später die Nacht verbrachten.
Nach einer kurzen Rast und dem Mittagessen verließen
wir mit neuer Energie erneut die Unterkunft, um unter
schwierigen
Bedingungen zum Pico Samelar (2227m) aufzusteigen.
Ständig
zogen dichte Wolken vorbei und ab und zu gab es auch
leichten Schneefall. Trotzdem ließ uns die Sonne nicht
im Stich und machte unsere Wanderung noch angenehmer.
Durch jungfräulichen Schnee stiegen wir zum Pico Samelar
auf und konnten von dort das Meer, das zentrale und östliche
Massiv der Picos de Europa und Alto Campoo betrachten. |
|
|
 |
 |
Beim
Aufstieg zum Samelar (2227m) |
Christian
genoß die Wanderung sichtlich |
|
|
 |
 |
| Nach
dem Schneefall - eine einzige Schneewüste |
Christian,
im Hintergrund "Macondiú" |
|
|
 |
 |
| Jochen
auf dem Gipfel des Samelar |
Christian,
auf dem Rückweg zur Schutzhütte |
|
|
| Um
6.30 Uhr erreichten wir erneut die Schutzhütte, wo wir mit dem Ofen den Innenraum
der Hütte etwas aufheizten, Vollkornbrot zu uns nahmen
und uns ausführlich ins Hüttenbuch eintrugen. Leider
war der Hüttenwart Jesús nicht anwesend. Ich hatte ihn
eine Woche zuvor an gleicher Stelle kennengelernt. Die
Nacht verbrachten wir "im zweiten Stock" der
Hütte, wo etwa 10 Matrazen für Wanderer zur Verfügung
stehen. |
|
|
 |
 |
| Christian
beim Aufheizen der Schutzhütte |
Mit
Stirnlampe beim Eintragen ins Hüttenbuch |
|
|
 |
 |
Morgens
muß zuerst geschaufelt werden, um die Schneeverwehungen
zu räumen |
Jochen,
beim Auskundschaften nach dem Schneefall |
|
|
| Am
Samstag, als ich morgens die Türe öffnete, bemerkte ich,
daß es nachts
stark geschneit hatte. Zuerst mußte ich die Schneeverwehungen
räumen, um die Hütte verlassen zu können. Danach begab
ich mich ins Freie, um die Gegend nach dem Schneefall
auszukundschaften. Um 10.30 Uhr mußten wir auf Grund
der bevorstehenden Heimreise vvon Christian diese herrliche
Gegend dann schon verlassen. Als
wir gegen 12 Uhr am Parkplatz ankamen, trafen wir nach
einem
Tag die ersten
menschlichen Wesen. Es war der Hüttenwart Jesús mit
Kollegen vom Alpinisten-Club Astillero. |
|
|
 |
 |
Meine
Spuren in der Schneewüste |
Und
die Sonne zeigt sich wieder - Welch Genuß ! |
|
|
 |
 |
Schade
- jedes Abenteuer hat auch eine Ende |
Ein
letzter Blick zurück... |
|
|
Christian
hatte eine wunderbare Zeit und war beeindruckt von den
Picos de Europa und speziell vom Schutz- hüttenambiente.
Es war nicht seine letzte Wanderung und sicher auch nicht
der letzte Besuch in den Picos de Europa. Wir verließen
die Picos über Sotres, wo wir noch kurz einen Kaffee
tranken und das Winterparadies dann verließen.
|
|
|
 |
 |
Christian
versinkt im Schnee |
Auf
dem Rückweg, kurz nach Tielve |